Auch für Platinmetalle sieht es in nächster Zeit gut aus. Der Grund ist, dass sich das Defizit für das Edelmetall vergangenes Jahr um 80.000 Unzen auf 375.000 Unzen ausgeweitet haben soll, weil die Nachfrage größer war, als das Angebot. Vor allem Anleger setzen immer stärker auf dieses doch exotischere Edelmetall. Die kommenden 6 Monate wird mit einem Platinpreis von bis zu 1350 Dollar/Unze gerechnet. Letzten Donnerstag notierte Platin bei 1150 Dollar, nachdem es vor einer Woche noch 50 Dollar günstiger war.
Der gute Goldpreis hat auch Silber ein bisschen mitgezogen: Der Kurs stieg bis auf $14,27/Unze, was der höchste Stand seit Mitte Februar ist. Vor allem für den guten Silberpreis sind wohl die Nachrichten über einen Konjunkturanstieg aus den USA verantwortlich. Geht es der Industrie gut, geht es auch dem Silber gut, das ja hauptsächlich industriell verarbeitet wird (Automobilindustrie/Medizin).
Symptomatisch für das deutsche Sicherheitsdenken? Nirgendwo sonst auf der Welt waren Goldbarren- und Münzen im ersten Quartal 2009 so gefragt wie in Deutschland. Die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall stieg um satte 400 Prozent (59 Tonnen) gegenüber dem Vorjahr. Grund für die Käufe sind wahrscheinlich Inflationsängste. Auf dem zweiten Platz folgt die Schweiz, mit einer Nachfrage von insgesamt 39 Tonnen. Erst an dritter Stelle kommt die USA mit einer Nachfrage von 27,4 Tonnen. Easy going!
Die DWS bietet einen Goldfonds an, der ebenfalls den Goldpreis abbildet, aber dazu keine physischen Goldbarren kauft. Der DWS Gold plus investiert das Geld je zur Hälfte in Edelmetallkonten und Anleihen. Anleger, die nur auf den Goldpreis setzen wollen, sind mit diesem Fonds ebenso gut bedient wie mit Hansagold.
Käufer von Goldaktienfonds sind an den Minengesellschaften beteiligt. Sie haben eine Sachwertanlage im Depot, die auch bei starker Inflation ihren Wert behalten kann. Zugriff auf Goldbestände hat man damit aber nicht.