2012 das Jahr des Silbers
Silber ist aktuell stark unterbewertet. Fondsmanager Eric Sprott ist der Meinung, dass Silber Gold in diesem Jahrzehnt deutlich outperformen wird. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Silber wird immer stärker von der Elektronikindustrie nachgefragt und verbraucht. Gleichzeitig ist ein Recycling von Silber ungleich schwerer als das von Gold.
Fondsmanager Eric Sprott rechnet damit, dass die Gold-Silber-Ratio erneut auf 1:16 sinkt. Bei einem durchschnittlichen Goldpreis von 1600 Dollar müsste somit Silber auf 100 Dollar steigen. Für die nächsten 12 Monate rechnen Experten mit einem Anstieg auf 38 Dollar. Auf der einen Seite werden wir durch die Abschwächung der weltweiten Konjunktur zwar eine nachlassende Nachfrage aus dem Industriesektor haben, auf der anderen Seite wird Silber als Safe Haven für Anleger immer interessanter. Zum einen ist es viel günstiger als Gold und derzeit extrem unterbewertet, zum anderen handelt es sich hierbei um ein endliches Gut, das nicht unbegrenzt auf der Welt vorhanden ist und irgendwann zur Neige geht, genau wie Öl. Schon jetzt übersteigt die weltweite Nachfrage das Angebot bei weitem. Großproduzent China mausert sich vom Silberexporteur zum Silberimporteur, denn die Nachfrage aus dem Elektroniksektor kann anders nicht mehr bedient werden. In zweiter Instanz traut man auch im Land der aufgehenden Sonne den Papierwährungen immer weniger und macht keinen Hehl daraus, dass man sich vom Dollar gerne unabhängiger machen würde. Daher fängt China aktuell an, Edelmetalle zu horten.
Silberzocker sind raus
Der Silbermarkt wurde 2011 deutlich bereinigt, nachdem die COMEX bereits zweimal die Marginanforderungen für Silberspekulationen erhöhte, haben viele Zocker den Spaß am Silber verloren. Den Preis, den wir also aktuell sehen entspricht einigermaßen dem tatsächlichen Wert für physisches Silber. Trotz allem bleibt die Volatilität beim Silber höher als beim Gold. Im historischen Volatilitätsvergleich schneidet Gold mit ca. 15 Prozent ab, bei Silber beträgt sie 30 Prozent. Da Silber stärker von der Konjunktur abhängt als Gold, wird das auch so bleiben.


