Gold als Geldanlage
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3 Jahre nach dem Allzeithoch

11. September 2014

Am 6. September 2011 – vor genau drei Jahren stand der Goldpreis an seinem Allzeithoch – bei 1920 US-Dollar pro Feinunze. Zu diesem Zeitpunkt war Gold in aller Munde, sogar die Nachmittags-Talkshows machten nicht mehr Halt vor dem wertvollen Edelmetall.

Am darauffolgenden Tag setzte der Preiscrash ein. Zwischen September 2011 und dem Jahresende verlor der Goldpreis rund 20 Prozent seines Wertes. Zunächst erholte er sich wieder und gab Anlegern und Investoren zum letzten Mal die Chance ihre Goldpositionen abzubauen, bevor er im Frühjahr 2013 ein weiteres Mal um 25 Prozent einbrach. Im letzten Jahr bewegten sich die Preise in einer großen Seitwärtsrange – rund 35 Prozent unter dem Allzeithoch vor drei Jahren.

 Warren Buffet hat es geahnt

Warren Buffet, der bekannteste Großinvestor der Welt gab zu jener Zeit den Tipp, „vorsichtig zu sein, wenn andere gierig sind und gierig zu sein, wenn andere vorsichtig sind.“ Wie groß war damals wirklich die Gefahr eines Zusammenbruchs der Eurozone und was wären die Konsequenzen daraus gewesen? Diese waren einfach nicht vorstellbar. Auch, weil der damals einzige „sichere Hafen“ in Papierform – US-Staatsanleihen – ebenfalls drohten abverkauft zu werden, da man sich in Washington nicht einig war über ein Anheben der Schuldenobergrenze. Die damalige Gold-Rallye spiegelte vielmehr die Befürchtung Wieder, dass es sich bei dem Kollaps der Finanzmärkte im Jahr 2008 lediglich um den Vorgemschack dessen gehandelt hatte, was uns noch bevorsteht.

Die Finanzkrise ist nicht vorbei

Heute steht der Goldpreis im Vergleich zum US-Dollar um einiges niedriger als im September vor drei Jahren. Doch wurde seither auch nur eines der wirtschaftlichen Probleme ernsthaft gelöst? Im Gegenteil, denn seit der massiven Intervention der EZB wissen wir, dass Mario Draghi denselben Kurs einschlägt wie einst die Fed. Sie pumpt Liquidität in den Markt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Vielleicht sollte man das in diesen Tagen bedenken, wenn man die Börsen in ihrem Höhenflug sieht und davon ausgeht, dass die Rallye am Aktienmarkt ewig andauert.

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1 Kommentar
Rollender_Rubel
17. September 2014 at 16:04

Seit 2011 haben die USA und die EZB die Anleger ruhig in den Schlaf gesungen. Aktuell steht der Dollar gut da, weil es keine andere Währung gibt, die nicht auch noch mit der Finanz- und europäischen Schuldenkrise zu kämpfen hat. Jetzt haben es die USA und die EZB geschafft, den bösen Krisenindikator Gold ganz abzumelden – trotz geopolitischer Krisen und ungelöster Finanzfragen notiert Gold nur knapp über den letztjährigen Kursen, die für sicherheitsbewusste Anleger ein Graus waren.

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