Gold als Geldanlage
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Der Goldpreis sprengt alle Grenzen

3. Oktober 2010

Der Goldpreis sprengt alle Grenzen. Zum zweijährigen Geburtstag des großen Lehman-Crashs stößt er in neue Höhen vor. Seit dem großen Crash 2008 hat sich in der Finanzwelt einiges getan, was dem Goldpreis auf die Sprünge geholfen hat.

Das gelbe Edelmetall ist auf einmal für Investoren, Privatanleger und Wirtschaftswissenschaftler enorm wichtig geworden. Mittlerweile steht der Goldpreis bei 1.318 Dollar/Feinunze – und kein Ende in Sicht. Experten rechnen mit einem Preis von $2000 und mehr. Als Anleger hat man die Qual der Wahl: Physisches Gold, ETFs, ETCs, Minenfonds, Minenaktien uvm. stehen für den Edelmetallfreund bereit. Ein Problem gibt es allerdings dabei: Der Goldpreis ist permanent auf Höhenflug. Das Problem ergibt sich allerdings nur für diejenigen, die noch nicht in Gold investiert sind. Wer rechtzeitig Gold gekauft hat, kann sich mittlerweile eine goldene Nase verdienen.

Noch ist der Zug allerdings nicht abgefahren. Auch wenn vielen Investoren derzeit Gold einfach zu teuer ist spricht vieles dafür dass er noch weiter steigen wird. Je früher man sich also eindeckt, desto besser. Bis Ende des Jahres sind 2000 Dollar die Unze nicht einmal eine mutige Prognose, sagt Jim Rogers. Der Experte für Rohstoffe traut dem Gold sogar zu, die 5000 Dollar zu erklimmen.

The trend is my friend

Dem Gold spielen derzeit vor allem 2 Trends zu: auf der einen Seite decken sich Anleger vor allem mit Indexfonds, also goldgedeckten ETFs oder ETCs ein. Dieses Jahr fraßen solche Papiere Gold im Wert von über zehn Milliarden Dollar bzw. 278 Tonnen. Letztes Jahr wurde dann auch das Rekordhoch dieser Anlageklassen geknackt: 617 Tonnen. Fonds dieser Art bunkern also mittlerweile mehr Gold als beispielsweise die gesamten Goldreserven der Schweiz. Anleger und Investoren fragen also in letzter Zeit mehr Gold nach, als die Schmuckindustrie. Vor allem in Europa steigt die Goldnachfrage rasant an. Treiber ist hier vor allem die Angst um die Zukunft des Euro und vor möglichen Staatspleiten einiger europäischer Staaten. Anzeichen hierfür sind vor allem die Kennzahlen der Staatsanleihen. Deutsche Staatsanleigen stehen so niedrig wie noch nie, aber die Zinsen für griechische Anleihen stiegen auf zweistellige Prozentwerte. Noch ein weiterer Grund spielt Anlegern das Gold in die Hände: Andere Anlagemodelle versprechen derzeit kaum Zinsen oder Dividende. Die 5%-aufs-Tagesgeld-Zeiten sind ein für allemal vorbei.

Inflationsversicherung

Zahlreiche Anleger kaufen sich Gold als Absicherung gegen eine Inflation. Obgleich es derzeit eher deflationär aussieht, ist langfristig eher mit einer Inflation zu rechnen. Die Staatsverschuldung kennt keine Grenzen, die Notenbanken lassen ihre Zinsen im Keller und ständig müssen neue Konjunkturprogramme aus dem Boden gestampft werden (sprich Geld gedruckt werden), um maroden Staaten und/oder Firmen in letzter Instanz unter die Arme zu greifen. In den USA ist man bereits dazu übergegangen, den Greenback munter zu vervielfältigen, um die gigantischen Schuldenberge etwas weniger Wert zu machen. Auch in Deutschland wird man früher oder später diesen Weg einschlagen. Nicht wenige Experten setzen deshalb auf Gold als Absicherung und sehen das Edelmetall sogar als wirklich harte Währung – solide und unbestechlich. Zahlreiche Entwicklungsländer teilen diese Perspektive, so stockten China, Indien und Russland ihre Goldreserven seit dem Jahr 2000 um über 100 Tonnen auf, um gegen den noch größeren Crash gewappnet zu sein. Seit dem Jahr 2009 kaufen auch die Zentralbanken mehr Gold, als sie verkaufen.

Auch die Nachfrage nach Schmuck zieht erneut an. Nachdem sie 2009 ihren Tiefstpunkt erreicht hatte, wird in Zeiten konjunkturellen Aufschwungs, wie wir ihn derzeit erleben dürfen, auch wieder vermehrt Schmuck nachgefragt. Vor allem in Indien braucht man in den nächsten Monaten jede Menge Gold. In der Hochzeits-Saison im Herbst braucht das Land jedes Jahr jede Menge Gold für die Schmuckverarbeitung. Noch ein weiterer Grund für einen weiter steigenden Goldpreis: Das Verbot der EU auf ungedeckte Leerverkäufe.

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2 Kommentare
321goldundsilber
4. Oktober 2010 at 15:48

Noch immer geistern Milliardenbeträge in Form von Staatshilfen durch die Wirtschaft. Trotz aller Euphorie über den aktuellen Wirtschaftsaufschwung begreifen wohl immer mehr Menschen, dass das irgendwann einmal Folgen haben muss. Und auch die Problem in Irland, Griechenland und neuerdings auch Japan zeigen eines ganz deutlich: Eine Absicherung mit Gold ist so nötig wie selten zuvor.

4. Oktober 2010 at 16:55

Wenn der „rosarote Rettungsschirm“ erst mal in Anspruch genommen wird, geht der Spaß erst richtig los. Bei einer Staatspleite Irlands müssen selbst Deutschland und Frankreich alles zusammenkratzen.

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