Ende des Goldrauschs? Die besten Zertifikate

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Es scheint schon so lange her. Doch erst vor zwei Monaten lösten Käufer einen wahren Run auf Goldbarren und -münzen aus und orderten für den heimischen Keller gleich noch einen Tresor mit. Die Finanzkrise und der Absturz der Aktien ließen Anleger in den sicheren Hafen des Goldes flüchten. Viele Experten prognostizierten im Februar schon 1200 Dollar/Feinunze.

Wie so oft kam es aber anders als erwartet. Die Erholung an den Börsen ließ Anleger wieder Vertrauen in die Aktienmärkte fassen. Hinzu kam, dass US-Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan überraschend hohe Quartalsgewinne meldeten. Prompt legte der Goldpreis den Rückwärtsgang ein. Dazu trug auch die Debatte um eine mögliche Deflation bei – erstmals seit 1955 sanken in den USA die Verbraucherpreise. Ein Preisverfall, eine Deflation ist im Regelfall schlecht für Gold, das keine Verzinsung bringt. Anleger bevorzugen in solchen Phasen Festgeld oder Staatsanleihen. Nur wenn die Deflation mit externen Schocks wie Bankenpleiten einhergeht, profitiert Gold. Für Gold wird im nächsten Halbjahr eine Seitwärtsperiode erwartet.

Gold hat bisher von der Finanzkrise profitiert. Wenn sich nun alles beruhigt, werden institutionelle Investoren ihre Bestände reduzieren. Einig ist man sich unter den Profis darin, dass Preis des gelben Metalls nur korrigiert und nicht abstürzt. Denn mittelfristig erwartet man eine kräftige Inflation infolge der Geldmengenausweitung der Notenbanken. So sehen sie für Anfang 2010 schon wieder vierstellige Beträge für Gold. Bei LIcht betrachtet entspricht der Goldhöchstpreis von 850 Dollar aus dem Jahr 1980 unter Berücksichtigung der Inflation einem heutigen Preis von 2200 Dollar. Dazu kommt, dass der Förderhöchstpunkt schon erreicht ist. Die meisten Minen haben nur noch Vorräte für 10 – 15 Jahre.

Weitere Vorkommen zu erschließen ist stets mit einem enorm hohen finanziellen Aufwand verbunden, der sich letztendlich dann natürlich auch im Goldpreis wieder niederschlägt.  Und wie steht es um Silber?

Ähnlich wie für Gold fällt die Einschätzung der meisten Anlageprofis auch für Silber aus. Das ehemalige Industriemetall, das wegen seiner guten Leitungseigenschaften gern in der Halbleiter-, Foto- und Medizintechnik verwendet wird, mutierte zuletzt zunehmend zum Liebling der Anleger. Rund die Hälfte der globalen Produktion kaufen inzwischen Investoren. Immer öfter bewergt es sich daher gleich wie Gold – aber mit Hebel. Viele Profis erwarten zwar vorerst eine Seitwärtsphase, langfristig aber deutlich höhere Preisniveaus.

Welche Anlagevehikel versprechen derzeit die besten Kurschancen? Investoren, denen Schwankungen nichts ausmachen, sollten statt auf Zertifikate lieber auf ETCs zugreifen, da es sich hier um mit echtem Gold oder Silber unterlegte Anlagevehikel handelt. Damit umgehen sie das Emittentenrisiko von Zertifikaten. Wer in den nächsten Monaten mit beiden Metallen Geld verdienen will, sollte auf Bonus-Capped oder Discountzertifikate setzen. Die Commerzbank und und Royal Bank of Scotland bieten währungsgesicherte Papiere an. Die Produkte sind eher konservativ.  Beim RBS-Discount auf Silber darf das Metall von 12,02 Dollar um 21 Prozent fallen und Anleger erzielen trotzdem den Maximalertrag von Prozent jährlich. Erst beim Absturz um 25,5 Prozent entsteht Verlust. Ähnlich beim Gold-Discount der Commerzbank: Der Goldpreis kann 14 Prozent auf 750 Dollar sinken, ohne die 7,12 Prozent Maximalgewinn jährlich zu gefährden. Bis auf 570 Dollar darf Gold beim Bonus-Capped-Papier der RBS einknicken, ehe die jährliche Bonusrendite von 9,11 Prozent verloren geht. Auch beim Silber-Bonus-Cap der Comerzbank liegt die Schwelle mit sieben Dollar tief. Wird sie bis März 2010 nie touchiert, beträgt die Bonusrendite 10,13 Prozent. Bei beiden Papieren ist der Cap gleich dem Bonuslevel und so die Bonus- gleich der Maximalrendite.

10. August 2009
Posted in Gold-Zertifikate — goldanlage @ 13:16

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