Finanzexperte Roland Leuschel zur Goldpreisentwicklung

Wichtige Links Gold kaufen | Gold verkaufen | Gold mit Metatrader 4 traden |

Der Finanzexperte Roland Leuschel machte sich unter Anlegern und Investoren schon einmal unbeliebt, als er 1987 den Aktiencrash im Oktober und die Krise von 1989 vorhersah. Heute erzählt er uns etwas über die Goldpreisentwicklung und die Währungssituation.

Roland Leuschel rechnet weiterhin mit einer positiven Goldpreisentwicklung. Als nächste Etappen sieht er die 2000er Marke und schließlich 5000 Dollar/Feinunze. Daher lohnt sich selbst bei den heutigen Preisen noch ein Einstieg in Gold. Auch wenn die Notenbanken durch zeitweilige Goldverkäufe versuchen, den Goldpreis wieder zu drücken, hat dieses Vorgehen auf Dauer keinen Erfolg. Der derzeit zu beobachtende Goldpreisanstieg ist laut Leuschel die Antwort auf eine inflationäre und verantwortungslose Geldpolitik. Wenn die europäischen Notenbanken ihren letzten Rest Gold verkauft haben, kann die Party steigen.

In Bezug auf den Handel mit Währungen hält Leuschel derzeit alle Währungen für angeschlagen. Gold sieht er als sicheren Hafen, vor allem in wirtschaftlich kritischen Zeiten. Was Devisen anbelangt, vertraut er einzig dem chinesischen Renminibi und unter gewissen Einschränkungen dem Schweizer Franken. Auch die Norwegische Krone sieht er als interessante Rohstoffwährung und rät zu einer Beimischung im Portfolio.

Und wie steht es um den Silberpreis?

Der kleine Bruder Silber wird, genau wie der Goldpreis, aller Wahrscheinlichkeit nach noch stärker als der Goldpreis.  Leuschel erwartet spätestens in  zwei bis drei Jahren eine Inflation. Dadurch wird es den Ländern möglich werden, ihre Verschuldung nominal abzubauen.

Wer kauft derzeit das meiste Gold?

Aller Wahrscheinlichkeit nach die asiatischen Notenbanken sowie Privatanleger über Gold-ETFs. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Länder im Mittleren Osten und Russland Gold kaufen, um sich von ihrer Papierwährung loszueisen.

Kommt die Inflation?

Die Verschuldung der USA und der EU-Länder mündet unweigerlich in eine Inflation. Nach einer kurzen deflationären Phase von ca. 1-2 Jahren kommt die Inflation dann richtig in Schwung.

Jetzt in Rohstoffe investieren?

Rohstoffe, wie Gold, Öl, Weizen und Teakholz sind im Preis stark gestiegen, aber für einen Einstieg als Geldanlage sind sie mit Sicherheit nicht zu teuer. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Hunger nach Rohstoffen von Ländern wie China noch lange nicht gestillt ist sondern im Gegenteil immer größer wird.

Wo deponiert man am besten sein Gold?

Der clevere Anleger setzt auf eine geografische Streuung seiner Goldreserven. Empfehlenswert für ein Golddepot sind Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg.

26. August 2010
Posted in Gold als Inflationsschutz — goldanlage @ 18:08

3 Kommentare »

  1. Das ist für mich als wirklich blutigen Laien mal eine sinnvolle Information. Jetzt weiß ich, dass ich Opas Goldmünzen wohl im Moment wohl lieber noch ein Weilchen liegenlasse, bevor ich sie versetze. :-)
    Danke für die Informationen.

    Kommentar by Martha — 27. August 2010 @ 15:58

  2. Am besten nicht nur auf Opas Goldmünzen vertrauen, sondern noch ein paar Barren dazukaufen ;-)

    Kommentar by goldanlage — 27. August 2010 @ 16:25

  3. Ich teile die Meinung von Herrn Leuschel, dass Gold noch eine große Aufwärtsbewegung vor sich hat. Gold ist im Gegensatz zu Papierwährungen ein Gut, das nicht beliebig vermehrt werden kann. Wenn es heute einen Goldstandard wie zu Zeiten der Großen Depression gäbe, bei dem die Währungen mit gleicher Goldquote unterlegt werden müssten, dann müsste der Goldpreis bei den heute in Umlauf befindlichen Geldmengen bei einem Vielfachen des derzeitigen Preises stehen.

    Kommentar by Benjamin — 20. September 2010 @ 00:19

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Hinterlasse einen Kommentar