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Goldpreis: Trendwende vollzogen?

19. Februar 2014

Seit seinem Hoch im August 2011 bei fast 1.920 USD/Feinunze hat Gold zwischenzeitlich fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Ist die fulminante Rallye schon vorbei oder musste das gelbe Edelmetall vielmehr eine Verschaufpause einlegen, um die überhitzen Bullen aus dem Markt zu kegeln? In der Realität sieht es eher nach Letzterem aus, denn an den ökonomischen Bedingungen rund um die weltweiten Staatsschulden, die Eurokrise und die Inflationsgefahr durch massives Drucken von Papiergeld hat sich noch lange nichts geändert. Insofern besteht auch kein Grund davon auszugehen, dass sich sämtliche Probleme einfach über Nacht von selbst gelöst haben.

Doch anstatt unnötigerweise die Glaskugel zu bemühen, schauen wir uns doch einfach mal das Chartbild des Goldpreises an und das spricht eine deutliche Sprache: tiefer als 1185 will ich nicht fallen! Der doppelte Boden zwischen 1185 und 1214 zeigt uns an, dass wir es hier mit einer Trendwende zu tun haben könnten. Und das hat auch seinen Grund, denn darunter ist es für einige Minen völlig unrentabel, noch weiterhin Gold aus dem Boden zu kratzen. Selbst zu Dumpinglöhnen und Billig-Spritpreisen in Afrika. Aus diesem Blickwinkel entsteht also solange eine künstliche Verknappung des Angebots, bis sich der Goldpreis wieder nach oben bewegt. Dennoch ist weiterhin Vorsicht angebracht, denn bei aller Euphorie müssen wir beim Blick auf den Chart feststellen, dass sich auf dem Tages- und auch auf dem Wochenchart noch kein höheres Hoch ausgebildet hat. Von einer echten Trendwende im Gold bzw. einer ausgereiften Bodenbildung können wir erst sprechen, wenn sich der Goldpreis dauerhaft über der Marke von 1350 etabliert hat, was dann auch schnell neue Käufer anlocken dürfte. Bis dahin steht einer weiteren Korrektur, im Ernstfall sogar bis zur Marke von 1214 USD/Feinunze, nichts im Wege, außer der 100 Tage-Linie, die derzeit bei ca. 1264 verläuft. Derzeit stößt sich der Goldpreis an der 200-Tage-Linie und am 23.6er Retracement der gesamten Abwärtsbewegung den Kopf. Mutige Daytrader, die auf einen Fortsetzen des Abwärtstrends setzen, haben hier noch einmal die Möglichkeit, einen Short zu platzieren, wenngleich aufgrund der erwähnten sich anbahnenden Trendwendeformation eher davon abzuraten ist. Saisonal betrachtet ist der März eher ein schwacher Monat für den Goldpreis. Der geduldige Investor und/oder Trader dürfte also im April mit einem besseren Preis belohnt werden.

Goldpreis-Entwicklung: Trendwende in Sicht?

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