Gold als Geldanlage
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Goldpreis-Entwicklung der letzten 40 Jahre

23. November 2011

Der Goldpreis steht aktuell auf Höchstständen, auch wenn er zwischendurch durch die Schuldenkrise und den starken Dollar mehr oder weniger stark gebeutelt wird. Pleitebanken werden demnächst alles zu liquiden Mitteln machen müssen, was sie haben, dazu gehören in erster Linie gigantische Goldbestände. Daher sollten Goldinvestoren jetzt wachsam sein und sich gegen einen größeren Preisrutsch absichern, der unvermeidlich sein wird, wenn größere Mengen an Gold auf den freien Markt gelangen. Nichtsdestotrotz wird Gold im Wert langfristig steigen, denn die Schuldensituation in Europa und den USA spitzt sich derzeit dramatisch zu.

Gold wurde als Investment so richtig vor 40 Jahren interessant. Denn damals löste Richard Nixon mit der Aufhebung der Goldpreis-Bindung bei 35 Dollar eine regelrechte Ralley aus. Leider – oder besser Gott sei Dank? – kann Gold nämlich nicht unendlich reproduziert werden, wie man es derzeit mit dem Dollar (und bald auch mit dem Euro) macht. Im März 1973 wurde das Abkommen von Bretton Woods endgültig ad acta gelegt und der Goldpreis quittierte dies mit einem Preissprung auf 100 Dollar/Unze. 100 Dollar – hätte man damals doch investiert! Bis Januar 1980 fungierte Gold als Krisenwährung und erreichte damals einen neuen Höchstpunkt bei 850 Dollar, als die Russen in Afghanistan einmarschierten und die Iranische Botschaft besetzt wurde. In der darauffolgenden Zeit von sinkender Inflation und hohen Realzinsen wurde der Goldpreis wieder auf 255 Dollar gedrückt. Sicherheit war in diesen Zeiten weniger gefragt. Ab April 2001 kam es dann zu einem stetigen Anstieg, bis es im März 2008 die Marke von 1000 Dollar endgültig knackte. Die Fast-Zahlungsunfähigkeit der USA und die Schuldenkrise in der Eurozone peitschten den Goldpreis fortan von einem Hoch zum nächsten. Im April 2011 fiel dann auch die 1500 Dollar-Marke, um Anfang September den absoluten Rekord von 1900 Dollar zu brechen. Seither ist der Goldpreis mit rund 250 Dollar Minus vorerst auf Tauchstation gegangen, ausgelöst durch Margin-Erhöhungen an der Comex und Investoren, die mit gigantischen Goldverkäufen ihre Verluste aus Investments mit anderen Finanzinstrumenten ausgleichen wollten. In all den Jahren zeigt sich eins: Das Verhältnis der Nachfrage aus dem Sektor der Schmuckproduktion hat sich deutlich in Richtung Finanzindustrie entwickelt.

Gold – Angebot und Nachfrage

So wurde 2001 ein Großteil des gehandelten Goldes vor allem noch für die Schmuckproduktion verwendet. Während die Gesamtnachfrage nach Gold einigermaßen konstant blieb, zeichnet sich eine deutliche Verschiebung in Richtung der Finanzinstrumente ab. Die Produktion von Goldschmuck ist einerseits aufgrund des hohen Goldpreises weniger populär geworden, andererseits aus modischen Gesichtspunkten. Hier zeichnet sich noch ein großes Potenzial für Silber ab. Anleger haben in den letzten Jahren deutlich mehr Hunger auf Gold bekommen, als je zuvor.

Absoluter Höchststand

Trotz allem ist der Goldpreis von seinem absoluten Höchststand von 1980 noch ein Stückchen entfernt – und zwar wenn man die gesamte Geschichte inflationsbereinigt betrachtet. Der damalige Höchstpunkt von 1980 bei 850 Dollar/Unze würde heute einem Stand von 2300 Dollar/Feinunze entsprechen. Zahlen, die im Kontext der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage alles andere als unwahrscheinlich sind. Auch mit dem Ölpreis verhält es sich ähnlich, seine Preisbewegung korreliert mit der des Goldes. In den 70er Jahren gab es hohe Preissteigerungen, in den 80ern und 90er Jahren dagagen eine länger anhaltende Baisse. Inflationsbereinigt haben wir es heute in etwa mit einem Ölpreis auf dem Niveau der späten 70er Jahre zu tun. 1980 ging es mit dem Wert um 50 Prozent hinauf. Verhielte sich wieder mal das Gold ähnlich, würden wir es bald mit einem Sprung auf 3450 Dollar/Unze zu tun haben.

Goldpreisentwicklung – die letzten 10 Jahre

Goldpreisentwicklung 10 Jahre

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