Kaufen die Zentralbanken noch mehr Gold?

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Der Goldpreis ist aktuell so hoch wie kaum je zuvor. Da könnte man doch davon ausgehen, dass die Zentralbanken so langsam mal Gewinne mitnehmen und ihre Goldpositionen auflösen. Doch was passiert? Sie kaufen stattdessen mehr und mehr Gold.

Das zentrale Thema in der Finanzwelt lautet derzeit: Schuldenkrise. Die Staaten wissen kaum noch, wo Sie ein paar Euros zusammenkratzen können, um ihre maroden Haushalte zu sanieren. Da würde es doch naheliegen, ein paar Goldpositionen zu Geld zu machen, um sich endlich der lästigen Schulden zu entledigen. Doch das passiert nicht. Genausowenig wie man die Zentralbanken in Europa zum Kauf von Staatsanleigen zwingen kann, kann man ihnen befehlen, Gold zu verkaufen. Die Zentralbanken in Europa sind nämlich sehr unabhängig in ihren Handlungen. Und wenn sie Gold verkaufen, könnten die sich daraus ergebenden Einnahmen nicht einfach zur Schuldentilgung verwendet werden, was in den USA oder GB durchaus denkbar wäre.  So ordnete im Jahre 2009 Gordon Brown beispielsweise an, fast die Hälfte der nationalen Goldreserven zu Geld zu machen, um die maroden Haushalte zu sanieren. Ob man diesen Schritt nicht mittlerweile bereut hat? Um Großbritannien steht es mittlerweile nicht viel besser als um die anderen Schuldennationen, wenngleich man hier den Vorteil genießt, dass nicht mit dem Euro bezahlt wird. Dennoch zieht die Inflation rapide an, zudem sind die meisten Goldvorräte, die als sichere Form der Geldanlage fungieren, bereits verkauft. Wer den Goldpreis seit 2009 beobachtet hat wird bemerken, dass dieser Goldverkauf im großen Stil den Briten einen Milliardenschaden verursacht hat.

Goldene Sicherheit

Was für Privatanleger gilt, gilt auch für Staaten: Gold steht für Sicherheit und Stabilität. Der Goldpreis ist ein Indikator. Steigt der Goldpreis, signalisiert das eine Krise, die zur Folge haben kann, dass Anleger ihre Konten leerräumen und in der Folge den Banken weniger Kapital zur Verfügung steht – ein Teufelskreis. Auch der IWF hat im Jahr 2009 den Markt regelrecht mit Gold geflutet und 400 Tonnen seiner Bestände in Geld getauscht, um seine Liquiditätsreserven aufzustocken und Strukturreformen zu finanzieren. Den Goldpreis interessierte das recht wenig, denn die Käufer standen schon ausreichend parat und so wechselte das Gold fast übergangslos den Besitzer.

4. Dezember 2011
Posted in Goldnews — goldanlage @ 05:30

1 Kommentar »

  1. Gold wird nie den Ruf des sicheren Hafens verlieren. Und wenn der Goldpreis so hoch ist, macht es vielleicht auch den Sinn, einen Teil davon wieder in Geld zu tauschen, um die Schulden zu decken. Nämlich Schulden stecken jetzt im Kern der Krise.

    Kommentar by Helena von Gold-Goldbarren.com — 6. Dezember 2011 @ 11:29

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