Wer an tonnenweise Gold denkt, denkt in der Regel an den Klondyke, Alaska, Australien oder Afrika. Doch warum in die Ferne schweifen? Auch wenn vom sagenumwobenen Nibelungenschatz wohl nichts mehr zu finden sein wird, der Rhein birgt einen gigantischen Goldschatz.
Der letzte Euro-Krisengipfel war ein Flop, die Schuldenkrise ist alles andere als gelöst. Menschen stürmen auf die Banken um ihr Geld abzuheben und rennen Goldhändlern den Laden ein, um noch ein paar Barren zu kaufen. All das spielt sich aktuell ab – und doch zeigt sich der Goldpreis verhalten. Zuletzt fiel er erneut unter die 1700 Dollar-Marke. Warum?
Der Goldpreis ist aktuell so hoch wie kaum je zuvor. Da könnte man doch davon ausgehen, dass die Zentralbanken so langsam mal Gewinne mitnehmen und ihre Goldpositionen auflösen. Doch was passiert? Sie kaufen stattdessen mehr und mehr Gold.
70 Prozent des bisher zu Tage geförderten Goldes schlummert in Schmuckschatullen. Gold als Geldanlage ist so lange noch gar nicht so populär wie in den letzten Jahren seit 2008. Die größten Goldvorräte an Anlagegold horten hingegen die Zentralbanken, die auch derzeit wieder massig nachkaufen. Zuletzt stocke die Koreanische Zentralbank ihre Vorräte um 15 Tonnen Gold auf. Da drängt sich die Frage auf, ob nicht Spekulanten versuchen könnten, den Goldpreis zu ihren Gunsten zu beeinflussen.
Der Goldpreis steht aktuell auf Höchstständen, auch wenn er zwischendurch durch die Schuldenkrise und den starken Dollar mehr oder weniger stark gebeutelt wird. Pleitebanken werden demnächst alles zu liquiden Mitteln machen müssen, was sie haben, dazu gehören in erster Linie gigantische Goldbestände. Daher sollten Goldinvestoren jetzt wachsam sein und sich gegen einen größeren Preisrutsch absichern, der unvermeidlich sein wird, wenn größere Mengen an Gold auf den freien Markt gelangen. Nichtsdestotrotz wird Gold im Wert langfristig steigen, denn die Schuldensituation in Europa und den USA spitzt sich derzeit dramatisch zu.