Steuerflucht mit Silbermünze

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Wiener Philharmoniker

Steuerflüchtlingen soll es etwas schwerer gemacht werden. Diesbezüglich hat der Bundestag nun ein Gesetz verabschiedet. Wer in Steueroasen Konten hält, muss dem Finanzamt künftig darüber Auskunft geben. Doch wer es wirklich drauf anlegt, schafft es trotzdem, Geld am Fiskus vorbeizuschaffen.

Mit der Silbermünze “Wiener Philharmoniker” wurschteln etliche Bundesbürger einiges an Geld am Finanzamt vorbei. Der Trick: Der Nennwert der Münze beläuft sich zwar auf 1,50 €, in Wirklichkeit ist sie aber viel mehr wert. Durch eine Gesetzeslücke wird es so Geldwäschern einfach gemacht, die Münzen über die Grenze nach Deutschland zu bringen. Somit ist es möglich, auf einen Schlag Münzen im Wert von um die 100.000 Euro über die Grenze zu schmuggeln, die eigentlich einen Nennwert von nur 10.000 Euro haben. Dies ist die offizielle Höchstgrenze für den Grenzübertritt. Schon über 13 Millionen mal wurde die Wiener Philharmoniker versilbert.

Das Risiko allerdings für die Schmuggler: Der Silberpreis schwankt erheblich. Wer also Silbermünzen im Wert von mehreren zehntausend Euro über die Grenze bringt, kann sich nicht sicher sein, ob und wie er sein Silber wieder los wird.

Die Wiener Philharmoniker, die es erst seit 2008 in Silber gibt (vorher nur in Gold), ist eine beliebte Anlagemünze und wiegt eine Unze. Das Motiv ist stets gleichbleibend: Auf ihr abgebildet ist das gleichnamige Orchester. Durch die Aufprägung des Nennwertes kann sie als offizielles Zahlungsmittel eingesetzt werden.

5. Juli 2009
Posted in Silbermünzen — goldanlage @ 13:24

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