Unsichere Gold-Zertifikate
“Investiere 10 Prozent Deines Geldes in Gold und hoffe, dass Du es nie brauchst.” So wirbt die erst 2008 gegründete Solit Kapital GmbH für ihren geschlossenen Goldfonds. Den Notgroschen in Gold gibt es ab 5000 Euro plus 5 Prozent Aufschlag (Agio) mit einer Mindestlaufzeit von drei Jahren. der Fonds wird für Anleger geschlossen, sobald 20 Millionen Euro eingesammelt wurden. Ob das – wie geplant – bis Ende Juni gelingt, bleibt fraglich.
Die Kosten der Beteiligung betragen inklusive Aufschlag 9,5 Prozent der Anlagesumme. Dazu kommen laufende Kosten von 1,8 Prozent pro Jahr. Im Gegenzug können Anleger von günstigen Großhandelspreisen und einer zoll- und steuerfreien Lagerung der Gold- und Silberbarren bei der Züricher Freilager AG profitieren.
Die Anbieterin aus Hamburg verspricht keine Rendite, sondern warnt sogar vor möglichen Wertverlusten. Vorzeitig kündigen können Anleger nur, wenn sie eine Strafgebühr von 3 Prozent der Einlage (maximal 1000 Euro) in Kauf nehmen. Geht der Fonds pleite, verlieren die Anleger ihr Geld! Vorsicht ist also angebracht. Im Zweifel lieber physisches Gold kaufen!


