Gold als Geldanlage
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Was passiert mit GOLD bei einer Währungsreform?

31. März 2012

Die Währungsreform kommt, so viel ist sicher. Nur wann, das ist noch die Frage. Der Euro ist am Ende, bäumt sich aktuell ein letztes Mal auf. Bilder, die wir aus Griechenland fast schon gewohnt waren, zeigen sich plötzlich auch in Spanien und Portugal, in Italien, Frankreich und Irland werden die Menschen als nächstes auf die Straßen gehen und das korrupte und ungleiche Währungs- und Finanzsystem aus den Angeln heben. Bald stehen in Griechenland Wahlen an, auch hier wird sich das Volk nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen und zusehen, wie sich einige wenige die Taschen vollstopfen, während das gemeine Volk hungern und sparen muss. Größte Verwerfungen stehen uns an den Märkten bevor, die das gesamte Wirtschafts- und Währungssystem auf den Kopf stellen.

Zur gleichen Zeit haben die Finanzminister der Länder nichts besseres zu tun, als den EFSF und den ESM zusammenzulegen (letzterer erhält übrigens eine Bankenlizenz, damit das Drucken frischen Geldes umso schneller vonstatten geht), um eine gigantische „Finanz-Atombome“ in Höhe von fast 1 Billion Euro zu basteln. Leider haben die Finanzminister nicht bedacht, dass ihnen diese Atombombe eines schönen Tages selbst um die Ohren fliegen wird, denn kein Rettungsschirm der Welt kann noch groß genug sein, um die Staatsschulden und den Finanzierungsbedarf aller EU-Staaten abzufedern. Und wozu dann überhaupt noch sparen? Es ist doch viel bequemer, die Transferleistungen vom EU-Steuerzahler zu kassieren, als am freien Markt Investoren um Geld anzubetteln. Das Euro-System steht vor dem Aus, es bleibt nur noch die Frage, wie lange Herr Draghi & Co es mit massivem Einsatz der Druckerpresse am Leben erhalten können – vielleicht Wochen, vielleicht Monate, vielleicht sogar ein paar Jahre. Wir werden es sehen.

Die Währungsreform kommt

Sicher ist jedoch Eins: Der Euro ist für die südeuropäischen Staaten definitiv die falsche Währung und viel zu stark. Dort bräuchte man eine weichere Währung, die man abwerten kann, um so im Export wieder konkurrenzfähig zu werden. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen wollen die Politiker diesen Fakt allerdings nicht einsehen oder wahrhaben, daher werden die Märkte sie über kurz oder lang zur Einsicht zwingen. Der Euro kann vielleicht noch eine Weile mit dem Drucken frischen Geldes am Leben gehalten werden, wie von Herrn Draghi und seiner laxen Geldpoliktik derzeit praktiziert, über kurz oder lang enden wir jedoch mit einer solchen Politik in einer Hyperinflation und einer anschließenden Währungsreform. Zurück zur D-Mark heißt das Motto – die in der Folge extrem aufwertet. Und was passiert dann mit Gold?

Gold als Stabilitätsanker

Viele Anleger haben in der Vergangenheit dem Gold zugesprochen, weil sie vom gegenwärtigen Papiergeldsystem enttäuscht sind. Ein Geldsystem, das nach Gutdünken seine eigene Währung beliebig reproduzieren kann ist auf langfristige Sicht zum Scheitern verurteilt. Denn je mehr Geld in den Umlauf gerät, desto weniger wird es Wert. Das gleiche würde passieren, wenn wir plötzlich aus Luft kostengünstig Erdöl herstellen könnten. Die Preise an den Tankstellen würden schneller fallen, als Herr Draghi von seinem hohen Ross.

Gold und die Währungsreform

Bei einer Währungsreform und einer Wiedereinführung der D-Mark ist damit zu rechnen, dass auf Gold wieder Umsatzsteuer eingeführt wird. Zeitgleich würde die Abgeltungssteuer auf alle Edelmetalle ausgedehnt. 1933 und 1945 wurde der private Goldbesitz sogar verboten, auch dies ist ein denkbares Szenario. Ob die Bevölkerung so etwas heute noch mit sich machen ließe, ist eine andere Frage.

Gold nach der Währungsreform

Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt: Ein schwächelnder Euro geht mit steigenden Goldpreisen in Euro einher, selbst wenn der Goldpreis in Dollar notiert fällt. Europäische Politiker sehen das natürlich gar nicht gerne, denn nirgends wird das Misstrauen in eine Währung deutlicher als hier. Nahe liegt also, dass die EZB zusammen mit der Fed alles dran setzt, das Vertrauen in die eigene Währung wieder herzustellen – notfalls mit drastischen Mitteln. Vom aggressiven Runtershorten und der Manipulation des Goldmarktes hat 585gold.org bereits neulich berichtet. Trotz allem dürfte den Regierungen unter derart widrigen Bedingungen ein Drücken des Goldpreises nicht mehr gelingen und der Goldpreis sollte unter teilweise heftigen Schwankungen steigen – das Ende der Fahnenstange ist hier gar nicht zu beziffern. Durch die niedrigen Leitzinsen der EZB und der Fed, die sich in einer Klemme sehen, weil sie einerseits billiges Geld unter das Volk streuen müssen, um die Wirtschaft am Leben zu halten und andererseits den Goldpreis niedrig halten wollen, wird dieser allerdings noch kräftig befeuert. Zu erwarten ist, dass die Notenbanken das niedrigere Übel in Kauf nehmen und den Goldpreis nach oben raus gehen lassen, als eine Kreditklemme und ein Abwürgen der gesamten Wirtschaft zu riskieren. Die Verzinsung von Spar- und Tagesgeldkonten verläuft sowieso schon unter Berücksichtigung der tatsächlichen (nicht der geschönten) Inflationsrate im negativen Bereich. Für Sparer kein Anreiz mehr, sein Geld auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto zu lassen.

Goldpreis wird steigen

In deratigen Phasen ist mit einem steigenden Goldpreis zu rechnen, denn wenn der Sparer schon mit keinem positiven Realzins mehr rechnen kann, warum sollte er dann sein Geld auch noch aktiv vernichten und nicht in eine weitaus sicherere Wertanlage stecken? Gold ist ihm in einem solchen Fall lieber als Papiergeld, denn Gold behält immer seine Kaufkraft, während der Wert reproduzierbaren Papiergeldes über kurz oder lang gegen Null tendieren wird.

Tipps für Anleger

Achtung: Gold ist nicht gleich Gold. Mittlerweile gibt es zahlreiche Derivate, Aktien, Zertifikate und Fonds, die mit dem gelben Edelmetall in Verbindung stehen. In der Regel ist der Kauf von physischem Gold, also Barren oder Münzen am sichersten und preiswertesten. Zudem sollte man einen gewissen Anteil in kleiner Stückelung wählen, um im Ernstfall auch tatsächlich damit einkaufen zu können, ohne gleich einen 1KG-Barren in seine Einzelteile zersägen zu müssen. Auch sollte man auf ein Echtheitszertifikat beim Kauf achten, das spart beim Wiederverkauf die Kosten für eine Echtheitsprüfung und gestaltet diese Abwicklung reibungsloser.

Besser jetzt noch zugreifen

Eines ist klar: Je höher der Goldpreis steigt, desto eher wird der Staat versuchen, die Vorteile des Besitzes von Gold einzudämmen. Dazu gehört unter anderem zunächst die Befreiung von der Mehrwertsteuer, nach einem Jahr Haltedauer ist man auch von der Einkommensteuer befreit. In der Not wird der Staat erfinderisch und hat sich schnell neue Schikanen und Steuern ausgedacht, um Goldbesitzern das Leben schwer zu machen. Goldaktien und andere Zertifikate sollten von einem potenziellen Goldverbot allerdings nicht betroffen sein, eine Möglichkeit für Anleger wenigstens am steigenden Goldpreis zu profitieren. Eine Diversifizierung ist also auch hier angebracht.

Gold anonym kaufen

Angesichts der dargestellten Sachlage stellt sich die Frage, ob man Gold nicht auch anonym kaufen kann. Ja, das kann man, bis zu einer Grenze von 15.000 Euro darf man Gold auch anonym erwerben. Wer mehr Geld in Gold anlegen will, muss sich leider einer Identitätsprüfung unterziehen. Gewarnt sei allerdings vor dubiosen (Internet)-Händlern, die seit dem Goldboom wie Pilze aus dem Boden schießen und entweder gar kein Gold oder gefälschtes Gold versenden. Fallen Sie daher nicht auf zu verlockend klingende Sonderangebote herein, die Händler haben hier allesamt nur wenig Spielraum auf den Spotpreis! Alle auf 585gold.org vorgestellten Händler sind vertrauenswürdige Goldhändler, bei denen Sie gefahrlos und seriös Gold beziehen können.

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