Was sind ETFs? -Teil 2
Exchange Traded Funds (ETFs) sind eine interessante Alternative zu aktiv gemanagten Fonds. Schließlich punkten sie mit Kostenvorteilen, einer präzisen Abbildung des Basiswertes und der Ausschaltung des Fondsmanager-Risikos.
Im günstigen Einkauf liegt der Gewinn – diese alte Kaufmannsweisheit sollten auch Fondsanleger beachten. Kosten sparen können sie, indem sie auf Exchange Traded Funds (ETFs) setzen. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die die Wertentwicklung von Indizes im Verhältnis eins zu eins abbilden. Erfreulicherweise fällt bei ETFs im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds kein Ausgabeaufschlag an. Obendrein glänzen ETFs mit sehr geringen Verwaltungsgebühren.
Aktiv gemanagte Fonds sind teuer
Beim Kauf eines aktiv gemanagten Aktienfonds wird meistens ein Ausgabeaufschlag von drei bis fünf Prozent fällig. Zudem kassiert die Fondsgesellschaft eine jährliche Managementgebühr von bis zu zwei Prozent. Oft zahlt es sich für Anleger nicht aus, diese Kosten in Kauf zu nehmen. Denn etwa 90 Prozent aller Fondsmanager schlagen langfristig ihre Benchmark nicht.
Attraktive Spreads bei ETFs
Ein weiterer Vorteil von ETFs ist die niedrige Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, die im Börsenjargon als Spread bezeichnet wird. Lediglich einen Euro-Cent beträgt der Spread bei einigen ETFs auf Aktien-Indizes wie den DAX und den Euro Stoxx 50 während der Börsenöffnungszeiten. Nach dem Handelsschluss können zahlreiche ETFs noch außerbörslich gehandelt werden. Allerdings ist der Spread dann geringfügig höher als während der Börsenöffnungszeiten.
Weniger Risiko mit ETFs
Aufgrund ihrer niedrigen Kosten eignen sich ETFs optimal für kurfristig orientierte Anleger, die häufig umschichten. Aber auch für Langfrist-Investoren sind ETFs erste Wahl, da sie sich bei diesen Produkten darauf verlassen können, dass stets die Performance des jeweiligen Basiswertes erzielt wird. Bei einem aktiv gemanagten Fonds hingegen weiß man im Voraus nie, ob dessen Manager mit seiner Strategie besser oder schlechter als die entsprechende Benchmark abschneiden wird. Somit tragen Anleger bei einem aktiv gemanagten Fonds sowohl das Markt- und Managerrisiko. Letzteres können sie durch den Kauf von ETFs eliminieren.
Große Auswahl
Für ETFs spricht auch das breite Angebotsspektrum: Anleger können mit den kostengünstigen und transparenten Fonds auf Blue-Chip-Indizes, Schwellenländer-Indizes, Rohstoff-Indizes, Branchen-Indizes und Strategie-Indizes setzen. Zudem gibt es auf Anleihen- und Geldmarkt-Indizes basierende ETFs. Mit herkömmlichen ETFs lässt sich selbstverständlich nur dann Geld verdienen, wenn die jeweiligen Indizes Wertzuwächse verbuchen. Anders ist es bei Short-ETFs, mit denen Anleger von fallenden Indizes profitieren können. Infrage kommen diese Produkte jedoch nur für erfahrene Anleger. Denn Short-ETFs bilden die inverse Performance des zugrundeliegenden Indexes auf täglicher Basis ab. Den damit verbundenen Nachteil verdeutlicht das folgende Beispiel: Fällt der DAX an einem Tag von 5.500 auf 4.950 Punkte, steigt ein darauf basierender Short-ETF um zehn Prozent. Klettert der deutsche Leitindex am Folgetag wieder auf 5.500 Punkte, fällt der entsprechende Short-ETF um 11,1 Prozent.
Überzeugende Argumente für ETFs
Die niedrigen Kosten, die hohe Transparenz und das große Angebot sprechen klar für den Kauf von ETFs.


