Goldsuche in Deutschland

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Das Goldfieber hat derzeit nicht nur Anleger gepackt. Immer mehr Deutsche suchen an Flussläufen nach Gold. In speziellen Kursen können sie die richtige Schürftechnik lernen.

In Deutschlands Flüssen findet sich tatsächlich noch immer eine Menge des gelben Edelmetalls. Das Gold wird aus den Bergen ausgespült und viele hundert Kilometer mitgeschwemmt. Wo die Strömung nachlässt, setzen sich die feinen Goldteilchen in Geröllbänken oder an den Innenseiten der Flussbiegungen ab. Vor allem im Bayerischen Wald, im Vogtland und in Baden werden die Goldwäscher fündig.

Die Zahl der Interessenten steigt: letztes Jahr waren es gut 600 Nachwuchs-Schürfer, dieses Jahr schon 650. Besonders gut klappt es in Istein, an der deutsch-französischen Grenze. Hier findet wirklich jeder Gold. Da Gold viel schwerer ist als Kiesel oder Sand, setzt es sich in der Schüssel ab. Die Kunst ist es, mit dem Wasser das leichtere Geröll aus der Pfanne zu spülen, damit am Boden nur das Gold zurückbleibt.

Für viele Hobby-Goldsucher bleibt es jedoch bei einer einmaligen Erfahrung wie dieser. Immerhin, 300 Goldwäscher sind jedoch regelmäßig mit Schaufel und Pfanne an Deutschlands Flüssen unterwegs. In Goldkronach und München haben sich 170 Schürfer sogar in Vereinen organisiert. Sie unternehmen nicht nur Ausflüge zu ergiebigen Goldfundstellen, sondern nehmen auch regelmäßig an Meisterschaften teil. Dort waschen Profis aus aller Welt um die Wette. Das Prinzip: Jeder bekommt einen Eimer mit 20 Kilo Sand, in dem eine bestimmte Anzahl Goldkörnchen steckt – wer zuerst fertig ist, gewinnt. Jedes nicht gefundene Klümpchen kostet Strafzeiten.

Bei der letzten Weltmeisterschaft in Italien holte das deutsche Team Bronze. Zehn Minuten und 28 Sekunden brauchten die fünf deutschen Wettkämpfer für 100 Kilo Sand. Beim Goldsuchen in Deutschland wird aber niemand reich, auch wenn der Preis des Edelmetalls höher und höher steigt. Selbst Könner holen nach einem Tag harter Arbeit nicht mehr als 2 oder 3 Gramm aus dem Fluss – ein Gegenwert von 45 – 70 Euro.

21. November 2009
Posted in Goldnews — goldanlage @ 13:07

5 Kommentare »

  1. Einer der schönsten Goldfundstellen für Hobbyschürfer befindet sich im Südwesten Deutschlands: der Altrhein zwischen Basel und Breisach. Hier finden sich an jedem Wochenende zahllose Hobby-Goldsucher ein.

    Kommentar by Franz-Josef H. Andorf — 31. März 2011 @ 22:56

  2. Danke für den Tipp! Und? kann man dort reich werden? :-)

    Kommentar by goldanlage — 31. März 2011 @ 23:06

  3. Reich im finanziellen Sinne kann man nicht werden – auch wenn manche für das Gramm Rheingold bis zu 180,-€ zahlen.
    Aber die Faszination ECHTES Gold aus deutschen Flüssen zu waschen ist doch aus etwas wert, oder?

    Kommentar by Rheindigger — 20. Juli 2011 @ 23:01

  4. Durchaus für alle Goldfreunde mit Sicherheit ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

    Kommentar by goldanlage — 21. Juli 2011 @ 10:11

  5. Mit der weltweiten Finanzkrise nimmt das Interesse am Goldsuchen deutlich zu. Immer mehr Leute erinnern sich an das Gold als sichere Anlage. In diesem Zusammenhang wird auch das Interesse geweckt, sich selbst unter die Goldschürfer zu begeben.

    Kommentar by Goldsucher — 27. Juli 2011 @ 18:41

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