Worauf muss man beim Goldkauf achten?

Der Goldkauf ist vordergründig betrachtet keine sehr komplizierte Sache. Entweder man spaziert in die Bank seines Vertrauens und bestellt dort das gewünschte Gold oder man wählt den Weg über einen Online-Shop. Wo immer man mit seinen Ambitionen landet: Vergleichen lohnt sich, auch beim Goldkauf! Denn auf der einen Seite ist der Goldkauf bei der Bank häufig total überteuert. Auf der anderen Seite gibt es unseriöse oder gar Fake-Online-Shops, die entweder gar nicht liefern oder minderwertige Ware verschicken. Daher klären wir im heutigen Artikel, worauf es beim Goldkauf wirklich ankommt und worauf man als Goldkäufer zwingend achten sollte, um nicht enttäuscht zu werden.

Physisches Gold

Wer physisches Gold kaufen möchte, muss in erster Linie sicherstellen, dass er keine Gold-Fälschungen verkauft bekommt oder exorbitante Preise bezahlt, die mit dem realen Goldpreis nichts zu tun haben. Laien tappen hier gerne in die Falle und tun gut daran, den aktuellen Goldpreis (in Deutschland in Euro) im Blick zu behalten, um realistische von unrealistischen Angeboten schnell unterscheiden zu können. Klar ist aber auch: Auf den Preis für die Feinunze an der Börse kommen im realen Handel natürlich noch Prägekosten, Lagerkosten und ggf. Mindermengenzuschläge, sodass man selten den 1:1 Marktpreis erhalten wird. Beispiel:

So kostet derzeit (23.09.2019) eine Feinunze Gold in Form eines zertifizierten Heraeus-Barrens im Goldsilbershop 1.402,37 Euro, während der aktuelle Goldpreis in Euro zum heutigen Tage bei 1.375 Euro notiert. Die Differenz zwischen Goldbarren und Börsenpreis beträgt also lediglich 27 Euro und stellt ein tolles Angebot dar. Vergleichen Sie diesen Preis mit den, den Sie bei Ihrer Bank für denselben Barren bezahlen müssen!

Die Feinunze Gold gibt es am heutigen Tag im Goldsilbershop für 1.402,37 Euro, also nur minimal über dem aktuellen Börsenpreis in Euro.
Die Feinunze Gold gibt es am heutigen Tag im Goldsilbershop für 1.402,37 Euro, also nur minimal über dem aktuellen Börsenpreis in Euro.

Seriösität bei Online-Shops

Ganz wichtig beim Kauf physischer Edelmetalle ist die Bewertung der Seriösität von Online-Shops. Zunächst sollte uns ein Blick ins Impressum der Seite verraten, wo denn der Online-Shop seinen physischen Firmensitz hat. Kein Impressum vorhanden? Verlassen Sie den Online-Shop so schnell wie möglich und hüten sich, dort einen Kauf zu tätigen. Erstrecht, wenn dort die Feinunze Gold angeblich weit unter dem aktuellen Marktwert verkauft wird! Als nächstes sollten Sie per Google Maps und einer kleinen Internetrecherche prüfen, ob der physische Firmensitz an der angegebenen Adresse tatsächlich existiert und wie es mit etwaigen Kundenbewertungen aussieht. Herzuheben ist hier der Service von Trusted Shops. Begnügen Sie sich aber nicht damit, das Siegel auf der Webseite des Goldshops anzusehen, sondern folgen Sie dem Link auf die Seite von Trusted Shops, um eine 100%ige Gewissheit von der Echtheit des Goldshops zu erlangen! Nur so können Sie sicherstellen, dass es sich bei dem Siegel nicht um eine plumpe Fälschung handelt. Die sich nun öffnende Webseite muss unbedingt mit folgender URL beginnen: https://trustedshops.de

Aufpreise und Zusatzkosten

Mit folgenden Zusatzkosten kann und sollte man beim Goldkauf rechnen:

  • Kleine Grammbarren sind in der Regel um ein Viertel teurer, bei einer Unze zahlt man etwa 3% Aufschlag. Fazit: Je größer der Barren, desto günstiger fährt man.
  • Münzen sind meist minimal teurer als dieselbe Menge an Barrengold, alleine aufgrund der anfallenden Prägekosten. Dafür sind sie natürlich leichter teilbar als ein großer Barren und im Krisenfall so wieder leichter zu Geld zu machen oder gar damit in Krisensituationen als Geldersatz zu fungieren.

Währungsrisiko

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor beim Goldkauf ist auch das Währungsrisiko. Gold wird an der Börse in US-Dollar gehandelt, auch die Preise die man im Fernsehen sieht beziehen sich meist auf den Dollar-Preis. Für Deutsche Goldkäufer stellt sich also auch die Frage nach dem aktuellen Wechselkurs für den EUR/USD. Seit 2018 ist der Goldpreis in Euro stärker gestiegen als in Dollar, er hat sich also für Deutsche Käufer in Euro stärker verteuert. Vor allem beim Wiederverkauf seiner Bestände sollte man den Wechselkurs zwischen den beiden Währungen beachten, um nicht mit Verlust zu verkaufen.

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