Wieviel Gold gehört ins Portfolio?
Der Goldhandel boomt derzeit wie nie zuvor. Doch wieviel Gold sollte man eigentlich ins Portfolio nehmen und wo und wie kann man es deponieren? Beim Kauf von physischem Edelmetall eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage.
Die meisten Goldhändler schwenken derzeit aufgrund des grandiosen Ansturms auf Edelmetalle aller Art die weiße Fahne: Bei vielen Gold- und Edelmetallhändlern muss man aufgrund der permanent hohen Nachfrage mit Lieferzeiten von etwa 14 Tagen rechnen. Der Ansturm auf die Händler wurde von der Euro-Krise ausgelöst – innerhalb weniger Tage waren bei vielen Händlern die gängigen Münzen und Barren einfach ausverkauft. Allerdings sollte man auch trotz der drastischen Nachrichtenlage nicht überstürzt handeln. Obwohl jeder Gold besitzen sollte, macht es keinen Sinn, alles in Gold oder Silber zu tauschen, was man hat. Man muss schließlich liquide bleiben, um die aktuellen Zahlungen tätigen zu können.
Thomas Straub von der Taurus-Edelmetall-Gruppe empfiehlt: der Goldanteil sollte zwischen fünf und 25 Prozent des Vermögens betragen.
Angesichts der fast panikartigen Zustände bleibt eine Empfehlung: Ruhe bewahren. Anleger sollten, so Ralf Borgsmöller, Partner der PSM Vermögensverwaltung, stets über einen eisernen Goldbestand von zehn Prozent des Gesamtkapitals verfügen – unabhängig von der aktuellen wirtschaftlichen Situation.
Dabei stieg der Preis für einen Barren von einem Kilo Gewicht innerhalb von zwei Wochen um mehr als 2500 Euro. Die unter Kunden sehr beliebte Anlagemünze “Wiener-Philharmoniker” schlägt mit 1035 Euro zu Buche und ist damit im Verhältnis zum Goldbarren um 6,6 Prozent teurer. Generell kann man sich folgendes merken: Je geringer das Gewicht, desto höher fallen die Aufschläge beim Kauf aus. Zudem gilt zu beachten dass Barren im Vergleich zu Münzen, wenn sie denselben Goldanteil besitzen, günstiger sind.
Und wo das Gold lagern?
Wer sein Gold zu Hause unter dem Kopfkissen lagert, sollte bedenken, dass es dort weder vor Feuer noch vor Einbruch geschützt ist. Auch wenn die meisten Goldhändler diskrekte Lieferwagen verwenden, sollte man einen Einbruch nicht ausschließen. Um sein Gold oder Silber zu lagern, eignen sich Schließfächer bei Goldhändlern und Banken. So bietet der Goldsupermarkt auch die Einlagerung von Barren und Münzen, veranschlagt werden dafür zwischen 0,55% und 2% p.a. vom Depotwert (je nach Wert des Depots und Edelmetall). Als Kunde hat man 365Tage/24 Stunden Zugang zu seinem Depot, die Lagerung geschieht in Süddeutschland. Auch wer bereits Gold besitzt, das er nicht im Goldsupermarkt erworben hat, kann es gegen einen kleinen Aufpreis dort einlagern. Wer uneingeschränkten Zugriff auf sein Gold haben möchte, kann sich auch einen Tresor zulegen.
Beim Kauf eines solchen Tresors sollte der Anleger darauf achten, welchen Betrag er im Safe deponiert, davon hängt nämlich der Versicherungsschutz ab. Bei Tresoren der zertifizierten VdS-Klasse liegt der versicherte Höchstwert nämlich bei 100.000 Euro.


