Gold als Geldanlage
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Rodeo im Goldpreis-Chart

6. September 2011

Gold-Trader hatten heute ihre wahre Freude. Der Tag startete mit einem Sprung auf einen neuen Höchststand von 1920 Dollar/Feinunze. Dann ging es steil bergab bis auf 1860 Euro. Was war passiert?

Schuld am kurzfristigen Rodeo im Goldpreis-Chart, das wir alle mit Herzrasen verfolgt haben, war die SNB, die Schweizerische Nationalbank. Denn die hat mittlerweile die Schnauze voll von ihrem starken Franken, der ihnen nicht nur den Export extrem erschwert, sondern langsam auch die Touristen vergrätzt. Oder wer möchte schon gerne für einen Kaffee in einer muckeligen schweizerischen Gartenwirtschaft 16 Euro hinblättern?

Schweiz koppelt Franken an Euro

Seit Monaten flüchten sich vom turbulenten Aktienmarkt frustrierte Anleger in den Schweizer Franken – eine überaus sichere und stabile Währung. Die Folge: ein permanenter Aufwärtstrend, der Franken wurde zuletzt extrem teuer. Damit ist nun Schluss. Die Schweizerische Nationalbank hat den Franken nun kurzerhand an den Euro gekoppelt, um die Flucht in den Franken zu unterbinden. Nachdem ein unteres Kursziel von 1,20 Franken für den Euro festgelegt war, trennten sich viele Anleger plötzlich panikartig von ihren Goldbeständen, was den kurfristigen Kursverfall auslöste.

Gold – der nunmehr einzig sichere Hafen

Der heutige Tag lehrt uns alle: den StopLoss nicht zu eng setzen und dem Goldpreis lieber 100 Dollar für Korrekturen zur Verfügung stellen. Bevor man die Position glatt stellen möchte, einen Trailing-Stop recht eng ansetzen. Denn nachdem der Schweizer Franken als sicherer Hafen wegfällt, was bleibt den Anlegern da noch? Genau: Gold. Außerdem noch Silber, das allerdings noch volatiler und als Industriemetall sehr empfindlich auf Konjunkturschwankungen, insbesondere eine sich anbahnende Rezession reagiert. Tom Kendall, Analyst bei Credit Suisse, rechnet mit Goldzukäufen vor allem von jenen Investoren, die bisher ihr Geld im Schweizer Franken angelegt haben:

Wir haben gesehen, dass das Image einer praktisch risikofreien Anlage bei US-Anleihen bereits ramponiert ist. Jetzt sehen wir, dass der Franken das Ziel von deutlichen und andauernden Interventionen durch die SNB sein wird. Das wird die Reputation von Gold als sicheren Hafen stärken.“

Währungen sind manipulierbar

Die Moral von der Geschicht? (Papier)Währungen sind manipulierbar. Hustet die Nationalbank, bekommt die ganze Währung Schnupfen. Unsere Goldwährung hingegen ist unbestechlich und steigert seinen Wert, je inflationärer die Wirtschaft mit unserem gedruckten Geld umgeht. Sich in (vermeintlich sichere) Währungen zu flüchten, kann also ebenfalls in die Hose gehen. Goldpreis ahoi – die Aufwärtsfahrt kann weitergehn!

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