Juni 2012: Die Pan Asia Gold Exchange revolutioniert den Goldmarkt

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Juni 2012, dieses Datum sollten Edelmetallfreunde und Trader sich dick im Kalender ankreuzen. Denn dieser Monat wird den Gold- und Silbermarkt revolutionieren und dabei den wahren Goldpreis zu Tage fördern. Doch was hat es auf sich, mit dieser mysteriösen Pan Asia Gold Exchange, kurz PAGE genannt?

China hat den USA den Kampf angesagt. Doch der Kampf um die Vormachtstellung auf dieser Welt wird mit nicht mit konventionellen Waffen ausgetragen – sondern mit einem beliebten Edelmetall: GOLD. Im Reich der Mitte hat man sich dazu entschlossen, Anlegern und Investoren den Gold- und Silbermarkt nicht nur zu öffnen, sondern geradezu schmackhaft zu machen. Über die Pan Asia Gold Exchange, eine Edelmetallbörse in Kunming City, Provinz Yunnan im Südwesten Chinas sollen Anleger Edelmetall-Futures kaufen können. Das ist jetzt erst mal nichts besonderes, doch die erworbenen Scheine sollen zu 100% mit physischen Metallen hinterlegt sein! Kauft ein westlicher Hedge- oder Investment-Fonds 15 Tonnen Gold, dann erhält einen Zettel, auf dem steht, dass er nun 15 Tonnen Gold besitzt, obwohl diese 15 Tonnen keinesfalls physisch bewegt oder gar hinterlegt werden. Niemand geht davon aus, dass eine solche Menge überhaupt jemals ausgeliefert werden soll. Ein folgenschwerer Fehler. An der COMEX (New York) und der LBMA (London) sind jeweils nur etwa 10% der gekauften Edelmetalle tatsächlich auch physisch gedeckt. Eine klare Kampfansage also an die westlichen Notenbanken, die nichts besseres zu tun haben, als den Goldpreis täglich mit Shorts zu drücken, um ihre Währungen wenigstens halbwegs am Laufen zu halten.  Die Federal Reserve ist ohne Weiteres bereit dazu, JP Morgan, HSBC, Goldman Sachs und anderen Banken hunderte Milliarden Dollar zu zahlen, nur um Gold und Silber-Shorts zu kaufen und so den Preis künstlich zu drücken.  Nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, ein nach belieben reproduzierbares Gut könnte einem permanenten Werteverfall unterliegen! Den USA aber auch London dürften die Pläne der Chinesen wenig schmecken. China etabliert hier gerade eine gefährliche Konkurrenz zu allen westlichen Notenbanken, die den Goldpreis derzeit nicht nur durch physische Verkäufe aktiv manipulieren, sondern vor allem durch Leerverkäufe, denen nicht mal physisches Gold gegenüber steht! Demnach stehen Erhebungen zufolge jeder Unze an physischem Gold und Silber 100 Unzen (wertloses) Papiermetall gegenüber.

Eigene Trading-Software

Da die Chinesen lieber ihre eigenen Brötchen backen, haben Sie für ihre neue Börse auch gleich eine eigene Software entwickelt, um ihren Kunden einen reibungslosen Zugang zum Gold- und Silbermarkt zu gewähren. Das Projekt ist Teil eines 5-Jahres-Plans Chinas, um mit den Weltmächten in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Militär aufzuschließen. Bisher war Privatanlegern der chinesische Goldmarkt nur über die Börse in Shanghai zugänglich. Ein Gold- oder Silberkauf war also mit viel Aufwand um Umstand verbunden. Mit der PAGE können chinesische Kunden aber erstmals bequem über den PC von Zuhause aus physisches Gold und Silber handeln. Und um hier mal eine Zahl zu nennen: Die Handelsplattform der Agriculture Bank of China wird zu Beginn für nicht weniger als 320 Millionen chinesische Kunden geöffnet werden! Um die Liquidität zu erhöhen, sollen am Ende aber auch ausländische Investoren und Fonds an der PAGE physisch gedecktes Gold handeln und sich ausliefern lassen können. Welchen Grund hätten diese noch, in zweifelhafte Scheine zu investieren, die im Fall der Fälle nicht mehr wert sind als das Papier, auf dem sie gedruckt wurden?

Barren mit eigener Seriennummer

Wer bei PAGE einen Barren kauft, bekommt dafür auch tatsächlich seinen Barren mit der dazugehörigen Seriennummer hinterlegt. Auch damit möchte man sich an der PAGE deutlich von den westlichen Edelmetallbörsen abgrenzen. Welchen Grund hätten Anleger dann noch, einen Wischi-Waschi-Schein bei de LBMA zu kaufen, wenn dieser gar nicht ausreichend physisch hinterlegt ist, wobei man sich sein Gold doch im Ernstfall (Währungsreform, Schwere Wirtschaftskrise) ausliefern lassen können möchte? Ganz genau, gar keinen. Zu erwarten ist also, dass die LBMA schleunigst versucht, ihre Scheinchen mit physischem Gold zu decken, oder sie verliert massenhaft Kunden an die neue Konkurrenz aus Fernost. Die Folge: Der Goldpreis wird dramatisch ansteigen, denn noch weiß gar keiner so genau, ob das tatsächlich bisher gekaufte Gold von Hedge- und Pensionsfonds überhaupt physisch gedeckt werden kann. Zudem werden die Shorter der Fed und ihre Handlanger ihre Shorts gegen den steigenden Preis nicht allzu lange halten können und sie zähneknirschend glattstellen müssen, um keinen Totalverlust zu erleiden. Die Goldpreismanipulation durch Margin-Spielereien der COMEX, wie 2011 deutlich mehrfach unter Beweis gestellt, wird also ein Ende finden. Denn was passiert dann, wenn die COMEX zwar ihre Margin-Anforderungen erhöht, die Chinesen aber nicht mitziehen? Gold wird im Westen der Welt einen niedrigeren Preis haben als in China, durch Angebot und Nachfrage wird aber ein Gleichgewicht entstehen und die Edelmetallpreise werden sich auf einem gesunden (tatsächlichen) Level einpendeln, sodass die Manipulationsversuche von Fed & Co wirkungslos verpuffen.

Neues Goldpreis-Fixing

Vor allem für Gold-Trader sollte interssant sein, dass dann sechs chinesische Großbanken um 8:oo Uhr chinesischer Zeit (MEZ+ 7 Stunden) ein Goldpreis-Fixing durchführen. Und weil die Sonne nun mal im Osten aufgeht und nicht im Westen, sind die Chinesen vorher dran und man wird künftig die Messlatte für den Goldpreis ansetzen, bevor in Amerika die Rechner hochgefahren werden. Wer hier Positionen über Nacht laufen hat, sollte sie entsprechend absichern, vor allem wenn in China über Nacht wichtige Wirtschaftsdaten bekannt gegeben werden. All das wird über kurz oder lang den wahren Goldpreis zu Tage fördern, doch wo dieser wirklich liegt, das vermag heute noch keiner zu sagen. Gleichzeitig wird China seine eigene Währung (Renminbi) stärken, da der Goldhandel an der PAGE künftig nicht mehr in Dollar, sondern in diese Währung abgewickelt wird. Der gesamte Prozess lässt vermuten, dass China sich unabhängiger vom Dollar machen möchte (von dem man ohnehin genug hortet), weil man wohl erkannt hat, dass auch der Dollar kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Auswirkungen

Die Öffnung der PAGE für den internationalen Markt im Juni dieses Jahres wird an den Finanzmärkten nicht spurlos vorbei gehen. Vielmehr stellt sie den Anfangspunkt einer gigantischen Transformation des Währungs- und Edelmetallmarktes dar, die sich allerdings wohl eher schleichend vollziehen wird. Zunächst wird die chinesische Währung, der Renminbi, gestärkt und den Dollar als Reservewährung über kurz oder lang ablösen. Der Dollar wird seine Vormachtstellung bei der Bewertung von Edelmetallen verlieren, da Investoren an der neuen Börse in Renminbi (RMB) handeln. Anderen Ländern, denen die Vormachtstellung des Dollars im Edelmetall- und Rohstoffhandel schon lange ein Dorn im Auge ist, werden die neue Konkurrenz begrüßen.

Fazit

Der Juni 2012 wird in die Geschichte des Gold- und Devisenhandels eingehen. Mit der Öffnung der Pan Asia Gold Exchange setzt China der niederträchtigen Goldpreismanipulation, die viele kleine Anleger um viel Geld gebracht haben, ein Ende und nimmt die Volatiltät aus dem Markt. Der wahre Goldpreis wird letzten Endes zu Tage gefördert und jeder Erdenbürger wird zweifelsfrei erkennen können, wo der wahre Wert des Greenback & Co liegt. Einen weiterführenden Artikel zum Thema in Englischer Sprache finden Sie hier.

19. Januar 2012
Posted in Goldnews — goldanlage @ 21:51

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