Können Spekulanten den Goldpreis beeinflussen?

Wichtige Links Gold kaufen | Gold verkaufen | Gold mit Metatrader 4 traden |

70 Prozent des bisher zu Tage geförderten Goldes schlummert in Schmuckschatullen. Gold als Geldanlage ist so lange noch gar nicht so populär wie in den letzten Jahren seit 2008. Die größten Goldvorräte an Anlagegold horten hingegen die Zentralbanken, die auch derzeit wieder massig nachkaufen. Zuletzt stocke die Koreanische Zentralbank ihre Vorräte um 15 Tonnen Gold auf. Da drängt sich die Frage auf, ob nicht Spekulanten versuchen könnten, den Goldpreis zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Was Gert Fröbe schon in “Goldfinger” versuchte, kommt auch heute noch häufig in den Sinn von Spekulanten. Im Film versuchte der Bösewicht, die gesamten Goldreserven der USA radioaktiv zu verseuchen, um so den Wert seiner eigenen Bestände ins Unermessliche zu steigern. Gut, dass James Bond die Bombe rechtzeitig entschärfen konnte. Ganz so brachial gehen Spekulanten heute nicht mehr vor, und beim Silber sind jegliche Versuche, den Preis durch Spekulationen nachhaltig künstlich zu beeinflussen kläglich gescheitert. Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt, zwei Milliardäre, die ihr Geld mit Erdöl gemacht hatten, versuchten in den Jahren 1973 – 1980 den Silberpreis massiv zu beeinflussen, indem sie Silber sowohl in physischer Form als auch in Form von Terminkontrakten systematisch aufkauften. Tatsächlich trieben sie damit den Silberpreis von 2 Dollar auf 50 Dollar pro Feinunze, bevor die Börsenaufsicht intervenierte und Futures auf einen höheren Silberpreis kurzerhand verbot. So legte sie den Spekulanten das Handwerk und der Silberpreis brach ein.

Silber ist nicht Gold

Doch Silber ist nicht Gold. Anders als Silber wird Gold hauptsächlich in der Industrie verwendet und unterliegt damit viel stärkeren konjunkturellen Schwankungen als Gold, das sich bei seiner Preisbildung eher träge verhält. Somit ist auch für Gold eine künstliche Manipulation durch extrem reiche Goldspekulanten nicht ausgeschlossen, allerdings ist es für Angriffe derlei Art weniger geeignet als Silber. Lediglich Notenbanken oder große Staatsfonds haben ausreichend Kapital, um den Goldpreis direkt zu beeinflussen. Vor allem China dürfen wir hier nicht aus dem Blick verlieren. Wenn die chinesische Notenbank den Goldanteil an ihren Währunsreserven nur um 10 Prozent aufstockt, entsteht ein plötzlicher Mangel durch die zusätzliche Nachfrage von über 5000 Tonnen. Eine solche Menge steckt der Goldpreis nicht mal eben so weg. Das wäre die doppelte Menge an Gold, die jährlich überhaupt gefördert wird. Anleger, Trader und Goldspekulanten sollten also bei Finanznachrichten das Reich der Mitte keinesfalls aus den Augen verlieren. Der Hunger auf Gold wird in China erst noch richtig erwachen, denn mittlerweile gibt es zahlreiche chinesische Millionäre und Milliardäre auf der Suche nach einer soliden Geldanlage.

2. Dezember 2011
Posted in Goldnews — goldanlage @ 14:49

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Hinterlasse einen Kommentar