Goldpreis auf Sechsjahreshoch!

1439 USD, das war der offizielle Preis den eine Feinunze Gold heute morgen kostete. Seit Mai 2013 ist das der höchste Stand, den das gelbe Edelmetall in der Zwischenzeit je wieder erreicht hat. In Euro betrug der Wert für eine Feinunze Gold 1263.

Lange hat die Durststrecke im Gold gedauert. Goldanleger mussten viel Geduld aufbringen, um sich im Laufe des Abwärtstrends nicht von ihren Beständen zu trennen. Immerhin betrug der Drawdown vom Allzeithoch im Jahr 2012 fast 50 Prozent. Ist das jetzt das große Comeback des Goldpreises?

1439 USD, das war der offizielle Preis den eine Feinunze Gold heute morgen kostete. Seit Mai 2013 ist das der höchste Stand, den das gelbe Edelmetall in der Zwischenzeit je wieder erreicht hat. In Euro betrug der Wert für eine Feinunze Gold 1263.

US-Notenbank als Treiber

Nichts fürchten die Anleger mehr als eine straffere Zinspolitik. Denn steigen die Zinsen an, wird Kapital aus den Aktienmärkten gezogen und lieber in „sicheren“ Staatsanleihen geparkt. Auf der anderen Seite generiert Gold keine Zinsen, sondern im Gegenteil, auch noch Lagerkosten. Sinkende Zinsen machen diesen Nachteil weniger gravierend und treiben Anleger wieder vermehrt ins Gold. Auch die Situation auf dem Aktienmarkt ist bedenklich. Nachdem der S&P erst vor kurzem ein neues Allzeithoch markierte, wirkt der Markt deutlich überkauft und „ausgelutscht“. Zudem steht im Herbst traditionell eine turbulente Börsenphase an, in der die Aktienmärkte tendenziell abverkauft werden. Warum also nicht sein wertvolles Investmentkapital in Gold umschichten, bis sich die Wogen geglättet haben?

US-Dollar schwächelt

Eine direkte Folge der in Aussicht gestellten lockereren Zinspolitk der US-Notenbank ist natürlich auch ein schwächerer Dollar. Anleger können dies leicht am steigenden Chart des EURUSD erkennen. Da Gold in Dollar bewertet wird, verleiht ihm die relative Schwäche des Greenback zusätzlichen Auftrieb.

Die Krisenherde werden mehr

Hinzu kommt eine immer ungewisser werdende Situation in Bezug auf wirtschaftliche und politische Krisen. Letzten Endes konnte ein Krieg der USA gegen den Iran vor kurzem gerade noch so abgewendet werden. Auch der Handelskonflikt mit China nimmt kein Ende. In solchen Situationen flüchten Anleger gerne in den „sicheren Hafen“ Gold.

Die Saisonalität passt

Wer sich ein wenig mit dem Verlauf von Saisonalitäten auskennt, ist an der Börse klar im Vorteil. Denn dass der Goldpreis ab Anfang Juni/Juli einen Boden ausbildet und dann zum Jahresende hin steigt, hat Tradition, wie uns diese 20-jährige Saisonalität des Goldpreises zeigt! Die Gründe für das treffsichere Muster im Goldpreis sind nicht alle bekannt, jedoch steht im Herbst die Hochzeits-Saison in Indien an, während der traditionell jede Menge Gold gekauft und verschenkt wird.

Wie man im 20-jährigen saisonalen Chart des Goldpreises sehen kann, bildet Gold im Juni/Juli traditionell einen Boden aus, um von dort aus in neue Höhen durchzustarten. Für Seasonal Trader ist der neue Preisanstieg also keine Überraschung. Quelle: equityclock.com
Wie man im 20-jährigen saisonalen Chart des Goldpreises sehen kann, bildet Gold im Juni/Juli traditionell einen Boden aus, um von dort aus in neue Höhen durchzustarten. Für Seasonal Trader ist der neue Preisanstieg also keine Überraschung. Quelle: equityclock.com

Fazit

Der Goldpreis nimmt gerade Anlauf, um gegen Jahresende zu neuen Hochs aufzubrechen. Die Saisonalität und die aktuelle politische Lage passen voll ins Bild. Wer sich mit dem Verlauf und dem Handel von Saisonalitäten auskennt, ist klar im Vorteil und kann solche Preisanstiege eher antizipieren. Wie geht es mit Gold und Silber weiter? Lesen Sie jetzt den Goldaktienreport, um die besten Titel direkt ins Postfach zu bekommen!

Autor: Goldanleger

Gold und Silber als Geldanlage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.